Immer mehr Unternehmen setzen Wirtschaftsdetektive ein. Das ist wenig verwunderlich, immerhin gehört Wirtschaftsspionage zu einem häufigen Verbrechen, was einer Firma großen Schaden verursachen kann. Alleine, wenn ein Mitarbeiter bestimmte Baupläne oder Unterlagen entwendet, um sie meistbietend an die Konkurrenz zu veräußern, kann einer Firma aus Forschung und Entwicklung Einbußen in Größenordnungen bringen. Deshalb sind Wirtschaftsdetektive im Einsatz, die solche Straftaten entweder verhindern oder aufklären helfen.
Eine weitere Aufgabe von Wirtschaftsdetektiven ist das weite Feld der Produktpiraterie. Hier müssen die Detektive international agieren und mit den entsprechenden Kontaktpersonen zusammenarbeiten. Das sind normalerweise Polizei und Staatsanwaltschaft, aber auch Insider oder verdeckte Ermittler. Markenrechtsverletzungen kosten die Firmen ein Vermögen, deshalb versuchen die beauftragten Wirtschaftsdetektive, den Schuldigen auf die Schliche zu kommen.
Zu den Wirtschaftsdetektiven zählen aber auch die Kaufhaus- und Ladendetektive, die dafür sorgen, dass möglichst kein Dieb sich an der Ware gratis bedienen kann. Sie beobachten verdächtige Personen und greifen im richtigen Moment ein. Der Dieb wird in einen speziellen Raum des Geschäfts gebracht, meist ist das der Aufenthaltsraum. Wirtschaftsdetektive haben das Recht, den Dieb zu verhören und die Herausgabe der Ware zu verlangen. Die Polizei wird verständigt und durchsucht den Ladendieb. Diese Aufgabe bleibt ihr vorbehalten. Detektive arbeiten nicht im rechtsfreien Raum, auch sie müssen sich an gesetzliche Vorschriften halten. |